Armin Laschets Lachen – ein kleiner Ausflug in die Politikberatung

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Nun wurde doch öffentlich, was der Grund der Erheiterung des CDU-Kandidaten Armin Laschet war, die ihm angesichts der ungeheuren Verwüstungen und der vielen Toten der Naturkatastrophe im Ahrtal zuvorderst die Kanzlerkandidatur gekostet haben dürfte. Und den Laschet monatelang hartnäckig nicht nennen wollte. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland ging es um einen Schlagabtausch mit Landrat Frank Rock, als es um die Begrüßung des Bundespräsidenten am Feuerwehrhaus ging: “Laschet soll Rock damit aufgezogen haben, dass er das Staatsoberhaupt nur mit „Herr Steinmeier“, und nicht als „Herr Bundespräsident“ begrüßt habe. Rock entschuldigt sich dafür mit einer Frotzelei: Er sei überrascht gewesen, dass Steinmeier „auch so klein ist wie du“, soll er Laschet geantwortet haben“ (RND, 31.12.2021).

Führungskräfte müssen ein angemessenes Rollen- und Führungsverständnis entwickeln

Das Ganze also – situationsunabhängig betrachtet – harmlos. Im Kontext betrachtet, war das Lachen für viele Menschen unerträglich. In den darauffolgenden Diskussionen wurde Laschet die charakterliche Eignung für das Amt abgesprochen. Ist das wirklich zulässig? Es scheint kaum glaubhaft, dass er sich über die Toten amüsiert hat. Vielmehr gibt sein Verhalten Auskunft über das Ausmaß der nötigen Professionalität. Führungskräfte müssen ein den Anforderungen gegenüber angemessenes Rollen- und Führungsverständnis entwickeln. Und dies ließ Laschet nicht nur im Ahrtal vermissen. Merkel, die sich so gut wie in jeder Situation ihrer Rolle und Führungsfunktion bewusst war und sich dementsprechend angemessen, dadurch aber auch sehr beherrscht zeigte, war diejenige, an der Laschet (unbewusst) gemessen wurde. Laschet hingegen deutete Merkels schier unendlich scheinende Ausdauer bei der Vermittlung und beim Finden von Kompromissen und damit ihre integrierende Leistung fehl. Er legte sich ein Image zu oder zeigte sogar einen persönlichen Zug, der alle vereinnahmte, konträre Positionen hartnäckig leugnete und damit konturlos und beliebig wirkte. Unglücklich war sodann, dass er zwar die hohen Belastungen eines Bundestagswahlkampfes zu seiner Entschuldigung nannte, die harmlose Witzelei selbst jedoch nicht schildern wollte. Damit gab er Spekulationen weiteren Raum.

Wahlkampf ist ein brutal hartes Assessment Center

Traf die weitverbreitet öffentliche Einschätzung zu, Armin Laschet sei für die Kanzlerschaft ungeeignet? Ja, aber nicht aus moralischen Gründen, sondern aus mangelnder Professionalität. Ein Bundestagswahlkampf ist ein brutal hartes Assessment Center, das seinen Ausgangspunkt häufig in der „Ochsentour“ hat. Und das ist parteiunabhängig im Ergebnis ziemlich verlässlich, wie die Geschichte der Bundesrepublik vor allem im internationalen Vergleich bzgl. Regierungschefs zeigt.

 

Foto: Bundestagswahlkampf, © Manfred Baumert / Kassel 2021

 

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