Zwischen Seifenoper und Drama: Führungskräfte benötigen angeblich Tools für das Führen der Generation Y
Kann es sein, dass eine Vielzahl von Consultants der Personalberatungsbranche, Executive Consultants, der Weiterbildungsbranche, Seminaranbieter, insbesondere die größeren „Kataloganbieter“, einen Chor zur Generation Y anstimmen, der alles andere als stimmig für die betriebliche Praxis ist? Das sich Personalleiter, Personalabteilungen, Personalreferenten, Personalentwickler, das Recruiting, das Personalmarketing nicht völlig neu auf die Generation „why?“ einstellen und ausrichten müssen, wie vielfach und hartnäckig seit Jahren behauptet wird? Das Führungskräfte nicht Tools – welche auch immer damit gemeint sein sollen – für das erfolgreiche Führen der Generation Y benötigen? Es gibt gute Gründe, weshalb sich Unternehmen, Personalrecruiter und Führungskräfte nicht verunsichern lassen sollten und sich Zeit und Kosten für diese im schlechtesten Sinne des Wortes Fortbildungen sparen können, die auch heute noch, ergänzt um die Generation Z, angeboten werden. Eher kann es im wahrsten Sinne des Wortes darum gehen, bei sich selbst und auf der Unternehmensebene zu bleiben und auf Bereiche zu fokussieren, die tatsächlich messbare Erfolge generieren, um geeignete und talentierte Bewerber zu gewinnen.
Kanning widerlegt Aussagen zur Generationen Y für das konkrete HR Marketing und Recruiting
Wirtschaftspsychologie-Professor Dr. Uwe P. Kanning von der Hochschule Osnabrück widerlegte bereits in einer Studie von 2016 mit 2365 Personen, dass das Denken in Generationen für die ganz konkrete betriebliche Personalarbeit keinerlei Relevanz hat. Zuvorderst fallen Personalwirtschaftlern dazu insbesondere die Bereiche Personalmarketing, Recruiting und Mitarbeiterführung ein. Dennoch wird auch noch im Jahr 2021 eine unüberschaubare Anzahl an Seminaren zur Generation Y, teils ergänzt um Generation Z, im Zusammenhang mit Führung, Recruiting und HR Marketing angeboten. Kanning untersuchte in der o.g. Studie die Arbeitsmotive der Generationen Babyboom (1949-1963), X (1964-1978) und Y (1981-1997) und stellte sie gegenüber.





